Man soll ein Fell nicht gegen den Strich bürsten – und man soll eine Reise offensichtlich nicht gegen die Sonne unternehmen. Genau das habe ich aber gemacht: siehe http://www.a-bis-zet.ch/reiseblog2010/ und habe auch die Konsequenzen gespürt. Nicht dass ich das wieder gut machen könnte. Geschehen ist geschehen und es war auch eine gut Erfahrung.  Wahrscheinlich wichtiger ist aber die Faszination der Schiffe und der realen Einsamkeit auf hoher See. Dies zu wiederholen, ja sogar auf die Spitze zu treiben, ist ein wesentlicher Teil der Motivation für diese Reise. Grund ist aber ein anderer:

Auch diesmal will ich an einer IUFRO[1]-Tagung teilnehmen, in Neuseeland, genau in Christchurch auf der Südinsel. Wie kommt man wohl dahin? Normale Menschen würden wohl ganz einfach fliegen. Obwohl ich mich ebenfalls zu dieser Gattung zähle – hier wird nicht gelacht! – finde ich, dass so lange Fliegen irgendwie keinen Spass macht. Eine Schiffsreise aber schon!

Nun, wir werden ja sehen. Ich habe gebucht, von Europa nach Neuseeland und von Singapur zurück nach Old Europe. Dazwischen liegen insgesamt fast zwei Monate auf See, die produktiv werden sollen bzw. müssen. Dazwischen liegt aber auch ein Abstecher nach Tasmanien, ein Eisenbahnreise – wie könnte es anders sein – durch Australien und da und dort vielleicht ein Besuch bei Bekannten, Freunden, obwohl ich meinen Transatlantik-Partner Leon Horn (siehe Reiseblog 2010) nicht mehr besuchen kann, da wo er jetzt ist.

Ich werde Euch in diesem Blog wieder erzählen, wie das ist, auf den Spuren Kapitän Cooks – vielleicht auch ein bisschen auf jenen von Fletcher Christian. Und ich hoffe, Ihr werdet ein bisschen Spass daran haben.

Prophylaktisch wünsche ich Euch schöne Weihnachtstage und einen Guten Rutsch – von Down Under, wo ich dann wohl sein werde.



[1] International Union of Forest Research Organisations